Tsingtao
Laoshan Berg
Laoshan, an der Küste des Gelben Meeres, liegt 30 km
östlich von der Stadt Tsingdao und ist ein berühmter
taoistischer Berg. Sein Hauptgipfel, der Jufeng, liegt 1.133 m
über dem Meeresspiegel. Die LandschaftLaoshans ist
geprägt von bizarren Felsen, dichten Wäldern und klaren
Quellen. Früher war Laoshan eine heilige Stätte der
Quanzhen-Sekte des Taoismus. In deren Blütezeit gab
es hier neun Paläste, acht Tempel und 70 Nonnenklöster
in denen tausende Taoisten und Taoistinnen lebten.
Viele der Sakralbauten sind bis heute erhalten. Am
berühmtesten ist der Taiqing-Palast. Er wurde in der
Frühzeit der Nördlichen Song-Dynastie erbaut, hat also
eine Geschichte von etwa tausend Jahren. Den historischen Überlieferungen zufolge begab sich der Qin-Kaiser Ying
Zheng zum Laoshan, um nach „Leben nach dem Tod-
Pillen" zu suchen. Der Han-Kaiser Wu Di schickte seine
Leute zur Herstellung von Langlebigkeitspillen hierher. Viele Gelehrte und berühmte Persönlichkeiten hinterließen hier
ihre Spuren. Zum Beispiel verbrachte Pu Songling (1640-1715), ein berühmter Schriftsteller aus der Qing-Dynastie, in der
sogeannten Sangong-Halle seinen Lebensabend. Seine Novellensammlung ,,Seltsame Geschichten von Liaozhai" ist
noch heute landesweit bekannt. Viele Geschichten dieser Novellensammlung spielen in Laoshan. Heute sieht man vor
der Halle einen 700jährigen Kamelienbaum. Früher wuchs hier noch eine Päonie. Die beiden Blumen werden in der
Geschichte ,,Hong Yu", einer Novelle der Sammlung, in ein schönes Mädchen verwandelt, das sich in einen jungen
Gelehrten verliebt.
Hügel des kleinen Fisches
Früher war dieser Hügel einfach nur da, einen Namen hatte er nicht extra. Die Einheimischen erzählen, dass der Name
„Hügel des kleinen Fisches“ um die Zeit entstand, als eine Autostraße rund um den Hügel gebaut wurde. Das war im
Jahre 1922. Wieso man beim Bau einer Straße auf die Idee eines Fisches gekommen war, kann heute allerdings
niemand mehr erklären. Es wird wahrscheinlich für immer ein Rätsel bleiben. Viele klettern auf den Hügel des kleinen
Fisches, um den wunderschönen Meerblick von der Spitze des Hügels zu genießen. In den Pavillons auf dem Hügel ist
der Ausblick auf die Bucht von Tsingdao und die innere Stadt besonders gut. Im Norden leuchten einige rote Dächer aus
dem Meer der grünen Bäume hervor, im Westen und Osten sieht man unter sich das blaue Meerwasser in der Bucht. Und
mitten in der Innenstadt von Tsingdao die glänzende Spitzen der katholischen Kirche und der Glockenturm der christlichen
Kirche sind weithin sichtbar. Oft fliegt eine große Schar Tauben in den blauen Himmel. Der Park mit dem „Hügel des
kleinen Fisches“, von wo aus wir diesen herrlichen Blick hatten, ist täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Aus der Innenstadt
von Tsingdao führen die Buslinien 6, 15, 26 und 304 hinaus zum Park.
Katholische Kirche
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Die rote Turmspitze und das Kreuz der Kirche kann man aus großer Entfernung sehen. Die schmale Straße hinauf zur Kirche ist mit riesigen Steinplatten gepflastert. Der Bau für die neo-gotische katholische Kathedrale begann im Jahre 1932. Zwei Jahre später wurde der Bau fertiggestellt. Zwei 56 Meter hohe Glockentürme erheben sich in den Himmel. In den Türmen hängen vier große Glocken .Auch das Glockenläuten kann man aus einigen Kilometern Entfernung gut vernehmen. Oben auf einem der Türme steht ein viereinhalb Meter hohes Kreuz. Die Wände der Kirche sind mit Flachreliefs dekoriert. Sonnenschein fällt durch die bunten und oben bogenförmigen Fenster in das riesige Kirchenschiff.
Die Kleine Grüne Insel
Xiaoqingdao – ist ein wichtiger Bestandteil der Küstenlandschaft der Stadt Tsingdao, und sie ist ein Muss für die Besucher. Denn hier hat man den besten Ausblick auf die roten Dächer und die üppigen Bäume in der Altstadt und das blaue Meer und den klaren Himmel. Mit einem Wort:
Von der Kleinen Grünen Insel aus hat man den besten Abschnitt der Altstadt Tsingdao im Blick. Da wird jeder überwältigt
sein: Die Stadt ist so schön.
Das Tsingtao-Bier
Tsingtao-Bier ist weltbekannt. Die Einheimischen, Alt und Jung, trinken es wie Wasser. Die lokale Brauerei hat neulich ein
Fassbier auf den Markt gebracht, aber da es nicht länger als einen Monat haltbar ist, ist es außerhalb von Tsingdao schwer
erhältlich. Das neue Bier ist von mildem Geschmack, mit einem Hauch von Weizen. Auch ein Besuch des Biermuseums ist
sehr zu empfehlen.
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